Institut für multiple Kompetenzentwicklung - GbR

Monatssprüche - gern gelesen und kurz kommentiert vom ifmk:

 

 Vincent van Gogh:

"Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling."

Wandlung - ja, der Wandel ist das einzig Beständige. Eine alte Weisheit, die wir doch nicht immer gerne hören wollen, eben weil die Aufforderung zum Wandel, zur Wandlung, zum Verwandeln mit der Frage einher geht, ob denn nun das "Alte" schlecht gewesen sei? Nein, das ist es nicht und doch: Es stammt aus dem Gestern,

aus der Vergangenheit, es ist damit nicht schlecht oder verwerfungswürdig aber es passt womöglich nicht mehr so ganz, behindert eventuell mehr, als es vorwärts zu bringen vermag. Das Leben macht es uns doch vor: dort vergeht Altes ständig und wird durch Neues ersetzt, das kraftvoll, mutig und oft auch ungestüm ins Morgen preschen will. Nehmen Sie die Zellen der Gewebe und Organe Ihres Körpers: Ständiges Sterben, ständiges Neuentstehen, so lange, wie Sie leben. Weicht das Alte nicht, werden Sie krank, hört das Neue auf zu entstehen, sterben Sie. 

Lassen Sie es uns auf dem Gebiet der Bildung so halten, wie es die Natur vormacht: Lüften wir regelmäßig, "misten" wir aus und öffnen uns immer wieder dem Neuen, ohne freilich dabei das bewährte, zukunftsfähige "Alte", welches sich auf kulturellen Traditionen unseres deutschen Volkes begründet, über Bord zu werfen. Denken Sie dabei an den Lauf der Jahre und ganz besonders an das Erwachen der Natur im Frühjahr: Welche Pracht bietet sich dem Auge, welche Düfte der Nase, welch Jubilieren den Ohren, wenn sich das Leben neu organisiert, entfaltet und den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft aufs Neue legt.

Bleiben Sie offen, mutig und kreativ und vor allem: Bleiben Sie neugierig!

 

Ihr Team vom ifmk wünscht Ihnen eine erfolgreiche Zeit des Wandels!

 

Horaz (Quintus Horatius Flaccus)

(Römischer Philosoph und Dichter, 65 v.Chr. - 8 v.Chr.)): 

"Maß ist allem bestimmt und eigene scharfe Begrenzung, jenseits der so wenig wie diesseits Rechtes bestehen kann."

Das Universum sei unendlich groß, ohne Grenzen in den Raum, wohl aber in der Zeit. Unser Sonnensystem ist riesig, unvorstellbar für mein menschliches Gehirn, welches begrenzt wird im Raum von einem knöchernen Schädel, von der Zeit in der Lebensdauer und von zur Verfügung stehender Energie und Zeit im Arbeiten. Selbst die Neuronen, kleinste funktionale und strukturelle Einheiten des menschlichen Gehirns, sind begrenzt:

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Membranen halten zusammen, was zusammen gehört, grenzen ab ohne auszuschließen und sind unabdingbare Voraussetzung für das Funktionieren des Gehirns. Schauen Sie sich um, wo immer Sie stehen und gehen: Die erblühende Pflanze streckt ihre zellwand-begrenzten Blütenblätter einer Sonne entgegen, deren materielle Begrenzung Ihr Auge am Firmament erspäht. Ihr Fuß berührt einen strukturierten und begrenzten Boden, der Käfer, der sich eilend in Sicherheit bringt, grenzt sich ab von dem, was außen ist. Gleich, wohin Sie blicken, alle Materie ist begrenzt und sie hört auf fass- und brauchbar zu sein, lösen sich ihre Grenzen auf. Das ist unbestreitbar und doch wird es heute allerorten bestritten: Grenzenloses Wachstum, grenzenlose Weltoffenheit und Nächstenliebe, grenzenlose Selbstaufgabe, grenzenloses Wissen im World Wide Web, grenzenloser Lebensspaß und Lebensdurst, alles muss und soll grenzenlos sein, damit ewiger Fortschritt selbst grenzenlos werden darf. Das wird nicht funktionieren, eben weil alles aufhört, dort, wo die Grenzen verschwinden: Ihre Neuronen sterben in dem Moment, in dem sich deren begrenzende Membranen auflösen, Ihr Gehirn geht zugrunde, lösen sich die zellulären Strukturen auf, Sie werden zu dem, aus dem Sie einst geworden: Atome. Und selbst die sind begrenzt - zumindest im Raum, sicher aber auch in der Zeit. Unsere Sonne, wird sie dereinst ihre Begrenzung verlassen, wird alle Planeten ihres "Systems" vernichten und schließlich in sich selbst zurückfallen und als kleiner, begrenzter Zwerg durchs Universum segeln, dessen Ausdehnung - so sagen Astrophysiker - irgendwann aufhören und sich umkehren wird. Maß ist eben in allem. 

Achten Sie auf Grenzen, im Kleinen wie im Großen, und laufen Sie nicht denen nach, die Grenzenlosigkeit propagieren. Das funktioniert im Kontext Bildung so wenig, wie es im Leben von Dauer sein kann. Denn: Allem ist Maß und eine eigene scharfe Begrenzung gegeben, wusste schon Horaz.    

 Maximale Erfolge beim Ausloten Ihrer Grenzen wünscht Ihnen Ihr Team vom ifmk. 

 

 

 "Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch."

(G. Bernard Shaw)

Aktualisiert 1.3.2016

Herzlich willkommen beim ifmk.
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